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Immer noch im Port Camargue

27. September 2018

Nach wie vor sitzen wir in Grau-du-Roi fest. Unsere Freunde freuen sich, weil sie auf noch mehr Camargue-Fotos hoffen. Das wird nix, Leute! Der Port Camargue ist nicht so pittoresk, dass wir damit einen weiteren Post füllen könnten.

Es gibt spannendere Häfen als den Port Camargue
Wenig aufregend: der Port Camargue

Der Mechaniker war da und sagt „Ce n’est rien de grave.“ Er meint, es ist nur der Batteriekontakt und nicht die Lichtmaschine. Der Kontakt sieht in der Tat nicht mehr gut aus, völlig durchgeschmolzen. Der Reparatur-Heinz versucht jetzt, so einen Kontakt irgendwo aufzutreiben (ist natürlich, wie sollte es auch anders sein, kein Standardteil). Danach können wir testen, ob die Lichtmaschine wirklich funktioniert. Es eilt aber nicht übermäßig, denn für Samstag bis Dienstag ist wieder Sturm auf der Rhône vorhergesagt, also können wir vor Mittwoch eh nicht los.

Jetzt sitzen wir halt hier und drehen Däumchen. Nein, natürlich nicht! Für alle, die es nicht wissen: so ein Boot ist locker ein 35-Stunden-Job. Der Haushalt kommt noch dazu, und Geld verdienen müssen wir schließlich auch. Ist also nix mit Däumchen drehen.

Ab und zu muss die Kombüse mal von Grund auf gereinigt werden
Thomas bei der Kombüsengrundreinigung
Zeit, die Vorhänge einmal durchzuwaschen
Barbara hängt die frischgewaschenen Vorhänge auf
Thomas muss regelmäßig seine Videos nachbearbeiten
Thomas bearbeitet Videos

Ich habe mich gefreut, dass der Zwangsaufenthalt eine zusätzliche Woche Wassergymnastik für Herrn Schmidt ermöglicht. Wassertreten ist das perfekteTraining für seine rückenwirbelbedingte Hinterhandschwäche. Blöderweise ist das Meer seit dem letzten Sturm so kalt, dass er sich weigert reinzugehen.

Mops Herr Schmidt liegt lieber auf der Couch, als Wassergymnastik zu machen
Herr Schmidt liegt lieber auf der Couch

Überhaupt ist es ziemlich abrupt abgekühlt. Tagsüber kommen wir ohne Klimaanlage aus, und nachts – brrr. Ich ziehe tatsächlich in Erwägung, meine Sommerbettdecke gegen das Winterzeug auszutauschen!

Tipps:

Nebenbei haben wir natürlich ein paar Restaurants ausprobiert.

L’Escale du Soleou. Die anderen Gerichte sehen auch lecker aus, aber wir waren zweimal zum Pizza essen da – wenn man in Frankreich mal eine gute Pizza kriegt, muss man das ausnützen. Allerdings nur zu empfehlen, wenn man megaviel Käse auf der Pizza mag. Quai Bougainville, 30240 Port Camargue, Le Grau-du-Roi, +33 4 66 51 86 01

Le Comptoir des Voiles. Frische Gerichte aus dem, was der Markt gerade so hergab. Superlecker, aber auch nicht günstig. 3 Quai Bougainville, 30240 Le Grau-du-Roi, 04 66 51 66 67, Facebookseite

L’Amarette. Sehr französisch. Wenn man die als Vorspeise ausgewiesene Meeresfrüchteplatte bestellt, sollte man etwas Zeit mitbringen – die ist riesig und anspruchsvoll zu essen! Wir sind geteilter Meinung – Thomas fand es toll, ich war nur so halb begeistert. 8 Avenue Jean Laserre, Port Camargue, 30240 Le Grau-du-Roi, Website

In Le Grau-du-Roi selbst: La Table d’Hanae. Etwas abseits der Touristenmeilen, entsprechend einheimisches Publikum. Stark Seafood-lastige und tendenziell eher derbe Küche mit viel Butter, das aber wirklich lecker und nicht teuer. Einrichtung etwas gewöhnungsbedürftig. 8 Avenue de la Gare, 30240 Le Grau-du-Roi, 06 34 06 93 54, Facebookseite

Published inRouten

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